Vermüllung des Grüngürtels

Heute ist mir ein super Artikel von Parzelle 556, Prüner Schlag, Kiel ins Auge gefallen.
Es geht um die Vermüllung von nicht verpachteten Kleingarten- Parzellen und um neue Pächter die diese gerne wieder aufräumen und in Stand setzen wollen. Leider bekommen die neuen Pächter nicht den verdienten Lob und Anerkennung, sondern werden von Vorständen und Kreisverband mit Mahnschreiben wegen des nicht vorschriftsgemäßen Zustandes der Parzelle überschüttet.

Auch Eigentümer kennen dieses Phänomen der Vermüllung. Oftmals verstirbt ein Eigentümer oder kann aus gesundheitlichen Gründen sein Grundstück und Haus im Grüngürtel nicht mehr in Ordnung halten, Familienangehörige oder Erben stehen dann vor dem Problem, dass sie das Grundstück mit Haus nicht nutzen dürfen. Denn oftmals ist der verstorbene Eigentümer der letze der dieses Haus bewohnen durfte. Erbengemeinschaften finden dann keinen Käufer, wer kauft schon ein Grundstück wo er das Haus abreißen soll. Eine Vermietung wird von der Stadt oftmals auch nicht gestattet. Viele ehemalige Behelfsheime sind deshalb heute nur noch Ruinen, die Grundstücke sind vermüllt und werden, gerade bei guter Verkehrsanbindung, seit Jahren als innerstätische Müllhalde benutzt.

Wenn es dann doch einen mutigen Käufer oder Pächter eines dieser Grundstücke gibt wird er sofort mit neuen Auflagen und Verfügungen überschüttet die er meist in sehr kurzer Zeit erbringen soll.
Eine Nutzung als Garten ist wohl von der Verwaltung auch nicht gewollt, denn obwohl im Bundeskleingartengesetz § 18 steht, das diese Gebäude Bestandsschutz genießen, werden trotzdem unzählige Abrissverfügungen erteilt.

Da kommt die Frage auf was geht bloß in den Köpfen der Stadtverwaltung, Kreisverband oder Vorständen vor sich das sie ausgerechnet diejenigen mit unmöglichen Auflagen überhäufen die diesen Zustand der Vermüllung beseitigen wollen.

Es ist dahingestellt das dieser Zustand, ob nun bei Kleingärtner oder Eigentümer, von der Stadtverwaltung nicht auch gewollt ist.